Neuigkeit, veröffentlicht am 02. Juli 2019

Rückschau Symposium Umweltschutz und Umwelttechnik

Symposium Umweltschutz und Umwelttechnik am 14.06.2019 gab Startschuss für die intensive Zusammenarbeit zwischen der TH Lübeck und Akteuren von Wirtschaft und Behörden

Im Rahmen des Jubiläums 50-Jahre Hochschulen für Angewandte Wissenschaften lud der Bereich Umweltingenieurwesen und -management zum Symposium „Umweltschutz und Umwelttechnik“ am Freitag, den 14.06.2019 ein. Die Veranstaltung bildete den Startschuss zu einem Branchenforum, das den Austausch zwischen Akteuren des Landes im Umweltschutz intensivieren soll.

Mit über 60 Teilnehmern bot das von Prof. Michael Bischoff moderierte Symposium einen repräsentativen Querschnitt aus dem Bereich Umweltschutz und Umwelttechnik in Schleswig-Holstein: Sowohl Vertreter*innen der Landes- und Kommunalbehörden, Unternehmensvertreter*innen als auch Mitarbeiter*innen und Studierende der TH Lübeck waren vor Ort.

Auftakt der Veranstaltung bildete das Grußwort des Staatssekretärs Tobias Goldschmidt des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein (MELUND).
Dr. Matthias Hoppe-Kossak, Leiter des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein (LLUR), legte in seinem Vortrag die Anforderungen an Fachkräfte in den Bereichen der Umweltverwaltung dar und betonte dabei den personellen Bedarf im Umwelt- und Gesundheitsbereich der Ämter und Behörden des Landes.
Wie umweltbezogener Gesundheitsschutz im Landesamt für soziale Dienste (LAsD) Schleswig-Holstein funktioniert und welche Qualifikationen dort benötigt werden, erläuterte Dr. Claudia Röhl, Dezernatsleiterin am LAsD.
Im Anschluss präsentierte Prof. Norbert Reintjes vom Bereich Umweltingenieurwesen und –management an der Technischen Hochschule Lübeck, wie die Anforderungen an ausgebildete Umweltingenieur*innen aktuell in der Lehre abgedeckt werden und wie sich die umweltbezogenen Studiengänge entwickelt haben.

Im zweiten Teil des Symposiums wurde mit Fachbeiträgen und Erfahrungsberichten die fachliche Breite des Berufsfeldes für die Absolvent*innen der Umweltstudiengänge aufgezeigt. So stellte Manfred Hellberg vom Bereich Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz (UNV) der Hansestadt Lübeck in seinem Vortrag das Projekt „Zukunftskompass Lübeck – eine Stadt in Bewegung“ vor, welches sich mit dem Mobilitätsverhalten im Schulverkehr beschäftigt.
Prof. Dr. Silke Eckardt, Hochschule Bremen, ebenfalls Alumna der TH Lübeck, ermöglichte Einblicke in das Forschungsprojekt SeeOFF. Dieses hat die Entwicklung von effizienten Rückbaustrategien von Offshore-Windparks zum Ziel.
Ergänzt wurde dieser Vortrag durch den Beitrag von Hans-Dieter Wilcken, Nehlsen GmbH & Co. KG. Dieser präsentierte die Vorgehensweisen beim Recycling von Windenergieanlagen.
Sönke Möller, Technischer Umweltschutz, LLUR, führte die Teilnehmer durch die Aufgaben bei Genehmigung und Überwachung von Biogasanlagen.
Alexander Mey, Schill+Seilacher „Struktol“ GmbH referierte über Gefahrstoffe, deren Einstufung und Anwendung, und welche Auswirkungen sich daraus ergeben.
Die zukünftigen Herausforderungen in der Behandlung und Entsorgung von Klärschlamm erläuterte Kiruna Stephan, Ewert Consult GmbH.
Der abschließende Vortrag von Dr. Maximilian Schüler, Volkswagen AG illustrierte die Komplexität von Ökobilanzen im Automobilbereich und demonstrierte die heutige Selbstverständlichkeit der Nutzung von Ökobilanzen in der Industrie.

Das EEK.SH unterstützt das „Forum für Umweltschutz und Umwelttechnik“, damit zukünftig durch regelmäßige Veranstaltungen der fachliche Austausch zwischen den Akteuren des Umweltschutzes im Lande und der Forschung und Lehre im Umweltbereich etabliert wird.